Energieberatung vor Ort nach BAFA

Das Förderprogramm zur Vor-Ort-Beratung trägt zur Umsetzung des energiepolitischen Ziels der Bundesregierung bei, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Die Energieberatung in Wohngebäuden vor Ort soll Eigentümern einen sinnvollen Weg aufzeigen, wie sie die Energieeffizienz ihres Gebäudes verbessern können.

Die Durchführung des Förderprogramms erfolgt nach der Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 29.10.2014 über die Förderung der Energieberatung in Wohngebäuden vor Ort - Vor-Ort-Beratung. Voraussetzung ist, dass bis zum 31.01.2002 der Bauantrag gestellt bzw. die Bauanzeige erstattet wurde und der umbaute Raum des Gebäudes seitdem nicht zu mehr als 50 Prozent verändert wurde. Die Gebäude müssen ursprünglich als Wohngebäude geplant und errichtet worden sein oder derzeit zu mehr als 50 % der Gebäudefläche zu Wohnzwecken genutzt werden.

Die förderfähige Beratung erfolgt ausschließlich durch im Rahmen des Förderprogramms antragsberechtigte Energieberater/Innen, die über entsprechende fachliche Kenntnisse verfügen und unabhängig sein müssen.

Art und Höhe der Förderung

Die Zuwendung wird in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses zu den in Rechnung gestellten Beratungskosten gewährt. Sie wird an den Energieberater, der auch die Antragstellung übernimmt und für die Abwicklung gegenüber dem BAFA verantwortlich ist, ausgezahlt.

Bei Wohnungseigentümergemeinschaften erhalten die Berater eine einmalige Zuwendung in Höhe von höchstens 500 Euro pro Beratung für eine zusätzliche Erläuterung des Energieberatungsberichts im Rahmen von Eigentümerversammlungen oder Sitzungen des Beirats

Die Höhe des Zuschusses für eine Vor-Ort-Beratung beträgt 60% der förderfähigen Beratungskosten, jedoch maximal 800 Euro für Ein- / Zweifamilienhäuser bzw. 1.100 Euro für Wohnhäuser mit mindestens drei Wohneinheiten.

(Weitere Informationen unter: www.bafa.de)

Inhalte der Beratung

Eine Analyse des Wohngebäudes, die Erstellung des Energie-Ist-Verbrauchs mit berechneter Gegenüberstellung der Energie- und Verbrauchskostensenkung wird nach Antrags-genehmigung durchgeführt.

Maßnahmen am Gebäude und an der Technik können auf der Grundlage des Energieberatungsberichts ein energetisches Sanierungskonzept verfolgen, das aufzeigt, wie durch zeitlich zusammenhängende Maßnahmen ein energetisches Niveau erreicht werden kann, das einem KfW-Effizienzhaus entspricht.

Hinweise auf Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten können die Entscheidung erleichtern.

Einsatz- und Beurteilungskriterien innovativer Heiztechniken werden den Gebäudeeigentümern in einem Abschlußgespräch ebenso nähergebracht wie Grundlagen und Einsatzmöglichkeiten regenerativer Systeme wie z.B. Solarkollektoren, Photovoltaik oder Geothermie.

Ab dem 1. Juli 2017 kann anstatt des bisherigen Energieberatungsberichtes - ein individueller Sanierungsfahrplan eingereicht werden

Individueller Sanierungsfahrplan

Viele Eigentümer wollen ihre Wohnhäuser Schritt für Schritt sanieren. An Wänden, Fenstern, Heizungen und Dächern gibt es viel zu planen – oft über viele Jahre hinweg. Hier hilft der neue individuelle Sanierungsfahrplan: Er fasst anschaulich die Ergebnisse einer Energieberatung zusammen und verschafft Hauseigentümern schnell einen Überblick über die geplanten Effizienzmaßnahmen. Der Sanierungsfahrplan wird im Rahmen der Vor-Ort-Beratung ab dem 1. Juli 2017 vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als Ergebnis einer Energieberatung anerkannt und und zu gleichen Kondition wie oben genannt gefördert.

Energieberatung vor Ort nach BAFA: Beispiel Individueller Sanierungsfahrplan
Für eine vergrößerte Ansicht bitte die Grafik anklicken
Seite drucken